Was ist Poledance überhaupt?

Wenn wir den Begriff Pole Dance hören, kommen uns vor unserem inneren Auge unweigerlich Bilder von verrauchten Nachtclubs und halb nackten Damen, die sich elegant an verchromten Stangen räkeln in den Sinn. Mit dem verruchten Image á la Coyote Ugly hat der Pole Sport allerdings nur wenig gemein. Vielmehr ist es so, dass sich der Stangentanz vor allem in den USA zur regelrechten Trendsportart unter jungen Amerikanerinnen entwickelt, sodass in einem Großteil der Studios bereits Pole Dance Kurse belegt werden können. Wie es mit den meisten Trends aus den Vereinigten Staaten ist, schwappt auch die Pole Dance Welle derzeit über den europäischen Kontinent. Auch in unseren Breiten wurde der exotische Trend erkannt, sodass sogar hierzulande vermehrt Pole Dance Schulen wie Pilze aus dem Boden sprießen. In diesem Artikel erklären wird dir, welche Vorteile Pole Dance bietet und warum du den Trendsport unbedingt ausprobieren solltest.

 

Was ist Pole Dance?

Wer im Pole Dance bisher nicht mehr als eine belanglose Räkelei an einer Stange gesehen hat, täuscht sich gewaltig, denn was bei Profis scheinbar spielerisch leicht aussieht, ist das Ergebnis eines beinharten Trainingskonzeptes. Beim Pole Dance handelt es sich um eine Form der Artistik, die dem Geräteturnen sehr nahe kommt und in puncto Kraft und Koordination ebenfalls ähnliche Anforderungen an die Sportler stellt. Schwerpunkt des Pole Dance Trainings ist die Aneinanderreihung akrobatischer Figuren zu einer Art tänzerischer Kür, die je nach Erfahrungsgrad des Athleten mehrere Minuten andauern kann und dementsprechend kraftintensiv ist. Im Rahmen anspruchsvoller Figuren wie dem "Knee Hold" oder der "Human Flag" gilt es beispielsweise den eigenen Körper waagrecht an der Stange zu halten und somit der Schwerkraft entgegenzuwirken, was sich aufgrund der geringen Kontaktfläche zwischen Körper und Stange als sehr kräfteraubend entpuppt.

 

Welche Vorteile bietet  Pole Dance?

Ein derart kraftintensiver Sport setzt selbstredend eine gewisse körperliche Fitness voraus, die sich Neulinge in diesem Bereich erst einmal durch ausgedehntes Grundlagentraining erarbeiten müssen. Da im Kontext des Stangentanzes vor allem die Rumpfstabilität eine essenzielle Rolle spielt, liegt es auf der Hand, dass sowohl der Rücken und die Bauchmuskulatur stark beansprucht werden. Darüber hinaus erfahren auch Arme, Schultern sowie Po und Oberschenkel eine erhebliche Kräftigung. Neben dem Muskelaufbau, der durch den anstrengenden Sport vorangetrieben wird, profitieren aktive Pole Dancer weiterhin von höheren Maß an Koordination und Körperkontrolle, womit in gleichem Maße das Verletzungsrisiko auch im Kontext des klassischen Fitnesstrainings erheblich sinkt. Auch wenn du darauf aus bist, einige zusätzliche Kalorien zu verbrennen, ist Pole Dance ein Sport, dem du eine Chance geben solltest, denn eine Stunde schlägt je nach Intensität mit bis zu 400 Kilokalorien zu Buche. Darüber hinaus ist auch die Tatsache nicht zu unterschätzen, dass sich durch das Athletiktraining auch die Körperhaltung verbessern lässt, was sich nicht nur gesundheitlich auswirkt, sondern auch Einfluss darauf hat, wie du von anderen Menschen wahrgenommen wirst.

 

Für wen eignet sich Pole Dance?

Grundsätzlich eignet sich die Trendsportart aus den USA für jedermann, der Interesse daran hat und bereits eine gewisse körperliche Fitness sowie allgemeine Körperbeherrschung mitbringt. Überdies sollten potenzielle Interessenten eine gewisse Frustresistenz mitbringen, denn unter Umständen kann es eine Weile dauern, bis die ersten ansehnlichen Figuren perfekt sitzen. Dafür ist es umso schöner und befriedigender ein lange angestrebtes Ziel zu erreichen und sogleich auf das nächste zuzusteuern. Folglich erfordert der Sport auch eine gehörige Portion Zielstrebigkeit und Disziplin, was jedoch im Kontext jeder Sportart obligatorisch sein sollte. Aufgrund des Umstandes, dass Pole Dancing den Rücken extrem beansprucht, ist der Sport für Personen mit Rückenverletzungen sowie eventuell vorhandenen Bandscheibenvorfällen und sonstigen Rückenschäden nicht geeignet. Auch wer Probleme im Bereich des passiven Bewegungsapparates hat, sollte sich nicht ohne Rücksprache mit einem Mediziner in die Höhle des Löwen begeben, denn mit bereits vorhandene Gelenkschäden können sich durch die extreme Belastung irreparabel zum Schlechteren entwickeln.

 

Auch auf offizieller Ebene hat sich Pole Dance längst aus der Nische der Underground-Sportarten befreit, denn auf internationaler Ebene existiert bereits seit dem Jahr 2005 eine Weltmeisterschaft. Dass der Sport nicht ausschließlich Frauensache ist, beweist die Tatsache, dass es im Rahmen der deutschen Meisterschaften seit dem Jahr 2011 auch eine Klasse für männliche Teilnehmer gibt. 

 

Fazit

Wenn du darauf aus bist, etwas völlig Neues auszuprobieren und in diesem Kontext nicht nur deinen Muskeln zu kräftigen, sondern auch an deiner Körperbeherrschung sowie deiner Ausstrahlung zu arbeiten, ist Pole Dance genau das Richtige für dich.

 

 

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